Projekt

Ziel des Projektes Toolbox Datenkompetenz ist die Entwicklung einer deutschlandweiten, digitalen Tool- und Weiterbildungsplattform, welche sich primär dem flächendeckenden Kompetenzaufbau zur Data Literacy (engl. grundlegende Datenkompetenz) widmet und nachhaltig dazu beiträgt, die Datenstrategie und das Digitalisierungsvorhaben der Bundesregierung in der Breite der Gesellschaft umzusetzen.

Um dies zu realisieren, wurden folgende Teilzielstellungen entwickelt:

  • Partizipative Entwicklung von plattformbasierten Lehr-/Lernszenarien und Kernanforderungen für wichtige gesellschaftliche Akteure aus der Wirtschaft, Bildung und Politik
  • Entwicklung und Erprobung einer niedrigschwelligen und robusten digitalen Infrastruktur (Plattform) als Basis für offene Werkzeugkiste (Toolbox)
  • Entwicklung und Erprobung verschiedener Lern- und Arbeitswerkzeuge (Werkzeugkiste) für den Kompetenzaufbau zur Data Literacy
  • Entwicklung und Erprobung einer sicheren und intuitiven digitalen Lernwelt, welche die Lehr-/Lernszenarien abbildet
  • Entwicklung von zielgruppenspezifischen Anreizsystemen und einer langfristigen Verstetigungsstrategie (Open Access Strategie)

TBDK als digitale Werkzeugkiste

Der Umgang mit Daten, insbesondere mit großen Datenmengen, ist nicht trivial und erfordert neben grundlegender Datenkompetenz auch den praxisnahen Umgang mit modernen Datenwerkzeugen und
Tools. Die Plattform der TBDK werden digitale Lerninhalte und online-basierte Datentools verzahnen, um ein praxisorientiertes Lernangebot zu schaffen. Die Plattform kann von der Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und allen Bürger:innen der Bundesrepublik Deutschland eigenständig genutzt werden, um grundlegende Datenkompetenzen aufzubauen oder weiterzuentwickeln. Mit dem Ziel, flächendeckende Datenkompetenz zu erreichen, wird die Toolbox dabei als offene, digitale Werkzeugkiste umgesetzt, die es jedem Lernenden ermöglicht, die Datentools für eigene Lern-, Projekt- oder Forschungsszenarien einzusetzen. Neben dem flächendeckenden und hochverfügbaren Online-Lernangebot wird die Toolbox auch über ein eigenes Expertennetzwerk verfügen, das die Zusammenführung des Verständnisses und die Anforderungen zur Data Literacy aus Wirtschaft und Wissenschaft mit begleitenden Initiativen, Forschungsprojekten und Metaprojekten (bspw. INVITE) wie Foren, digitale Panels und Arbeitsgruppen ermöglicht. Im Rahmen des Expertennetzwerks „Datenkompetenz“ entsteht ein eigenes Expertenboard aus Wirtschaft und Wissenschaft für die Entwicklung der benötigten und fachübergreifenden Kompetenzstandards.

Leitende Forschungsfragen

Um diese Ziele zu erreichen, ist ein Ansatz des Design Science Research gewählt worden – es handelt sich hierbei um einen Ansatz, der von der Praxis getrieben, wissenschaftliche Erkenntnisse zusammenbringt, neue Erkenntnisse gewinnt und gleichzeitig Entwicklungen in der Praxis anstößt und umsetzt.

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  • Welche Anforderungen für eine niedrigschwellige Plattform zu Vermittlung von Datenkompetenz gibt es aus den unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen (Wirtschaft, Bildung, Politik)?
    • Welche Anreizsysteme können die Plattformnutzung erhöhen?
    • Welche Lehr/Lernszenarien gibt es für die einzelnen Zielgruppen?
    • Können die gewonnen Erkenntnisse über Anreizsysteme und Szenarien generalisiert werden?
  • Welche Module und Funktionsblöcke werden innerhalb der einzelnen Zielgruppen benötigt?
    • Was sind gemeinsame Schnittmengen für eine hohe Adaption in den Zielgruppen?
    • Wie müssen die Feature-Sets priorisiert bzw. balanciert werden?
    • Gibt es unterschiedliche System- und Hardwareanforderungen?
  • Welche Funktionalitäten können über frei verfügbare Werkzeuge abgedeckt werden?
    • Können Open Source basierte Datenwerkzeuge den Bedarf von Wirtschaft und Wissenschaft abdecken, um sich im Zuge der Digitalen Transformation und Wissensvermittlung nachhaltig behaupten zu können?
    • Tragen kommerzielle Datenwerkzeuge zu einer schnelleren und nachhaltigen Kompetenzvermittlung sowie Akzeptanz bei?
    • Welche freien Datentools sind am Markt heute schon etabliert und welche Anreizsysteme werden hierbei genutzt?
  • Wie können existierende Datentools in eine niedrigschwellige und kollaborative Plattform überführt werden?
    • Die Plattform schlägt die Brücke zwischen Lehr/Lernsystemen (wie klassische Learning Content Management Systemen) und Datenwerkzeugen, womit sich die Frage stellt, welche Standards und Semi-Standards beider Bereiche zur Implementierung wichtig sind?
    • Wie sieht ein Architekturmodell für eine systematische Zusammenführung der einzelnen funktionalen Module aus?
    • Wie kann Datenschutz und Datensicherheit konzeptionell im Sinne einer Privacy-by-default und vollständiger Datensouveränität über die Plattform hinweg verankert werden? (Kommunikationsprotokolle und Datenflusskontrolle)
  • Wie können Plattformgestützte Lehr/Lernszenarien für Data Literacy (in den einzelnen Zielgruppen) systematisch entwickelt werden?
    • Wie müssen Lerninhalten und Datenwerkzeuge auf einer Plattform in einem didaktischen Konzept verzahnt werden?
    • Welche Lern- und Medienformate funktionieren zur nachhaltigen Vermittlung von Datenkompetenz?
    • Wie können die Plattforminhalte auch außerhalb der digitalen Plattform im Rahmen eines Blended-Learning-Ansatzes genutzt oder ergänzt werden?